Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Wirtschaftsbrief von Ingo Egloff

Donnerstag, 09. Februar 2012

Liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren!

Auch zu Beginn des neuen Jahres rutschen wir weiter dieselbe Buckelpiste hinunter, über die uns die Bundesregierung auch in den vergangenen Monaten getrieben hat. Bei allem Verständnis für die in rascher Folge nötigen Nachbesserungen an gesetzlichen Regelungen, die aus heutiger Analyse nicht mehr ausreichen: Beim zweiten Finanzmarktstabilisierungsgesetz, das die Koalitionsfraktionen in dieser Form gegen unseren Rat beschlossen haben, waren die Mängel des Gesetzentwurfs zu gravierend, um sie mittragen zu können. Warum dort zum Beispiel darauf verzichtet wird, dass der Bund über die Eigenkapitalzufuhr Stimmrecht und Einflussnahme in den notleidenden Instituten erwerben kann, ist unverständlich – die Erfahrungen aus der ersten Runde des SoFFin hätten dies zwingend geboten.

Während die Regierung weiterhin nur von einer kurzsichtigen Maßnahme zur Krisenbewältigung in die nächste taumelt, stellen wir die Weichen für langfristige politische Aufgaben. In der letzten Sitzungswoche im Januar hat die SPD-Bundestagsfraktion unser industriepolitisches Grundsatzpapier verabschiedet, mit dem wir uns in aller Deutlichkeit zu unserem Markenkern einer sozialdemokratischen Partei bekennen, die dem Industriestandort Deutschland verpflichtet ist wie keine andere. Und die dabei die Verantwortung anerkennt, die uns aus dieser Verpflichtung zuwächst: Unser neues Konzept zur Endlagersuche für verbrauchte Kernbrennelemente wird für eine nachhaltige und zukunftssichere Lösung anstelle der leichtfertigen Standortentscheidung für Gorleben sorgen.

Diese erste Ausgabe des Wirtschaftsbriefes für 2012 beschäftigt sich weiterhin mit den Konjunkturaussichten, die der Arbeitsgruppe Wirtschaftspolitik der Fraktion vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung noch einmal vorgestellt wurden: Es gibt Anlass für Optimismus, noch in diesem Jahr die Folgen der Euro-Krise zu überwinden und in ein stabiles Wachstum zurückzufinden, aber die Instrumente müssen wir in der Hand behalten: Echte Zuwächse bei den Lohnabschlüssen sind nötig, um die Binnennachfrage stabil auszubauen. Und die Kanzlerin muss ihren immer kleiner werdenden Koalitionspartner hart an die Kandare nehmen, sonst macht sie uns europaweit zum Gespött, wenn wir nicht einmal die Finanztransaktionssteuer durchsetzen können. Übrigens: Das neoliberale Aufbäumen in Gestalt der sogenannten EU-Dienstleistungsrichtlinie, in deren Folge wir womöglich sämtliche Ver- und Entsorgungsbetriebe privatisieren müssten, ist zurückzuweisen – wenigstens da sind sich alle Fraktionen im Deutschen Bundestag einig.

Viel Vergnügen bei der Lektüre, ich freue mich wie immer über Feedback und Anregungen aller Art,

Ihr

via Ingo Egloff, MdB ~ Januar/Februar 2012.

Dresden Nazifrei am 18. Februar – machen Sie mit!

Donnerstag, 09. Februar 2012

Dresden Nazifrei am 18. Februar  machen Sie mit!

Dresden Nazifrei am 18. Februar – machen Sie mit!


Pressegespräch im Bundestag. V.l.n.r.: Sevim Dagdelen/Linke, Memet Kilic/Grüne und ich.

Neonazis nutzen jedes Jahr erneut die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg für ihre rassistische Propaganda und eine Neonazi-Demonstration. Ein großes Bündnis aus politischen Parteien, Gewerkschaften, Jugendorganisationen und NGOs hat sich zum 18. Februar 2012 wieder zum Bündnis Dresden Nazifrei zusammengeschlossen. Beim gestrigen Pressegespräch im Bundestag habe ich zusammen mit Memet Kilic/Grüne und Sevim Dagdelen/Linke auch die türkischsprachige Presse auf Dresden Nazifrei aufmerksam gemacht und um Unterstüzung geworben.

Wie bereits in den letzten beiden Jahren unterstützen wir das Bündnis „Dresden Nazifrei!“, das den Neonazi-Aufmarsch in Dresden blockieren will. Nicht nur aus aktuellem Anlass, der rechtsextremistischen Mordserie an türkischen Menschen, ist es wichtig, den Neonazis keinen Millimeter Raum in Dresden zu schenken. Die Nazis in Deutschland haben Millionen Tote auf dem Gewissen. Ihre politischen Erben, die Rechtsextremen von heute, morden weiter. Der angebliche Gedenk-Marsch durch Dresden ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer von Diktatur, Völkermord und Krieg. Ihr Auftritt beschädigt die freiheitliche Demokratie.

Die SPD steht in der Tradition des deutschen und internationalen Widerstands. Wir bekennen uns zur Verteidigung von Demokratie und Freiheit. Je mehr Menschen ein friedliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Faschismus und Antisemitismus setzen, umso klarer wird: Für Nazis ist kein Platz in Dresden. Kommen auch Sie zur großen Demo! Alle Infos zum Bündnis und wann die Demonstrationen stattfinden, können Sie hier einsehen

 

Article source: http://oezoguz.de/dresden-nazifrei-am-18-febuar-machen-sie-mit/5363/

Weiterführende Schule für Steilshoop bleibt erhalten

Mittwoch, 08. Februar 2012

Schule am See bleibt Anmeldeschule

Der gerade beschlossene Schulentwicklungsplan 2012 sieht vor, dass die Stadtteilschule Schule am See neu aufgestellt werden soll, um für Schülerinnen und Schüler aus Steilshoop und den Stadtteil eine weiterführende Schule zu sichern. In einer Machbarkeitsstudie werden nun zwei bauliche Varianten abgeklärt: Zum einen der Neubau einer Stadtteilschule am Standort „am See“ oder die Einrichtung einer in sich geschlossenen und klar gegliederten Stadtteilschule im Bildungszentrum Steilshoop. Diese Studie wird Ende März fertig sein. Auf jeden Fall wird die Schule bis zur Realisierung des Neubaus im Schulentwicklungsplan mit der Mindestzügigkeit geführt und wird in den nächsten vier Jahren auch bei etwaiger Unterschreitung der Mindestzügigkeit als Anmeldestandort fortbestehen.

Dazu Claudia Mahler, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bezirksfraktion: „Die Stadtteilschule Schule am See bleibt für weitere vier Jahre als Anmeldeschule bestehen und wir können nur empfehlen, die Schülerinnen und Schüler schon in der jetzt laufenden Anmelderunde dort anzumelden.“

Claudia Mahler weiter: „Steilshoop behält seine weiterführende Schule, dafür haben wir uns in den letzten Monaten eingesetzt. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, dass die Stadtteilschule weiterhin im Schulentwicklungsplan als Anmeldeschule aufgeführt ist und warten gespannt auf das Ergebnis der Machbarkeitsstudie.“

Mit dieser Machbarkeitsstudie wird jetzt geklärt, an welchem Standort des Stadtteiles die Schule am See weitergeführt wird. Carsten Heeder, Regionalsprecher Bramfeld, Farmsen-Berne und Steilshoop meint dazu: „Dabei muss es zu einer guten Lösung kommen, die alle Interessen im Stadtteil berücksichtigt. Dazu gehört sowohl das berechtigte Anliegen der Eltern, für ihre Kinder eine schöne Schulumgebung zu fordern, wie auch die Interessen des Stadtteils, den Fortbestand und die gute Vernetzung der im heutigen Bildungszentrum vertretenen Einrichtungen zu sichern.“

Article source: http://www.spdfraktion-wandsbek.de/2012/02/weiterfuhrende-schule-fur-steilshoop-bleibt-erhalten/

Bezirksfraktion vor Ort

Montag, 06. Februar 2012

Stadtteilarbeit durch Überbrückungsfonds abgesichert

Freitag, 03. Februar 2012

Auf der Sitzung der Bezirksversammlung am vergangenen Donnerstag wurde beschlossen, dass die Mittel aus dem Überbrückungsfonds an fünf Träger der Stadtteilarbeit in Wandsbek vergeben werden. Dazu Anja Quast, Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion: „Wir freuen uns, dass mit diesem Beschluss wichtigen Projekten der Stadtteilarbeit eine Zwischenfinanzierung ermöglicht und damit eine neue Perspektive eröffnet wird.“

Der von der Bürgerschaft kurzfristig zur Verfügung gestellte Überbrückungsfond dient dazu, solche Stadtteilprojekte vor dem Aus zu bewahren, die aufgrund von Kürzungen der Arbeitsmarktmittel und den damit verbundenen geringeren Plätzen von Arbeitsgelegenheiten in ihrer Existenz bedroht sind.

Im Einzelnen werden in Wandsbek die folgenden Träger und Projekte berücksichtigt:

Erziehungshilfe e.V.
für Aufbau und Betrieb der Gastronomie im Haus Am See in Hohenhorst
Quadriga gGmbH
für die Unterstützung von laufenden Restrukturierungsmaßnahmen
Das Projekt Essensgrundversorgung von Kindern in Jenfeld
(Verein Aktive Nachbarschaft e.V.)
Stadtteiltreff Großlohe
für den Treffpunkt sowie die Stadtteilversammlung Großlohe
Passage gGmbH
für eine Zukunftsperspektive des Mehrbedarfsladen Rock & Rat

Zusätzlich zum Überbrückungsfond bezirklicher Stadtteilarbeit werden für 2012 hamburgweit 500 weitere Arbeitsgelegenheiten geschaffen, die vornehmlich in Projekten der sozialen Stadtteilarbeit eingerichtet werden sollen. Hierfür haben die Bezirke bereits verbindliche Projektvorschläge erarbeitet. Das Auswahlverfahren für die Arbeitsgelegenheiten läuft bereits.

Anja Quast weiter: „Wir wollen wichtigen Einrichtungen eine finanzielle Zwischenlösung bieten. Deshalb werden wir sehr genau darauf achten, dass die zur Verfügung stehenden Mittel des Überbrückungsfonds dafür komplett genutzt werden.“

43 Prozent Zustimmung zum Senatsmodell: Rückenwind für die Energiewende

Freitag, 20. Januar 2012

Die SPD-Fraktion hat die Umfrage-Ergebnisse zum Rückkauf der Energienetze als ermutigend bezeichnet. “Nach den ersten positiven Stellungnahmen der Arbeitnehmervertreter, der Handelskammer und des Bundes der Steuerzahler bedeutet das Ergebnis Rückenwind für unseren Kurs bei der Energiewende”, so SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. “Wir werden in den kommenden Monaten weiter informieren und argumentieren, um auch in einem Volksentscheid erfolgreich zu sein und damit Hamburg das Wagnis eines teuren Komplettrückkaufs der Energienetze ersparen.”

Laut einer aktuellen Meinungs-Umfrage von infratest-dimap im Auftrag von NDR 90,3 und “Hamburg Journal” befürworten 43 Prozent der Befragten den Plan des Senats, mit 25,1 Prozent eine Sperrminorität an den Energienetzen zu kaufen. 31 Prozent unterstützen die Volksinitiative “Unser Hamburg – unser Netz”,

17 Prozent sind gegen einen Rückkauf der Netze.

[via: www.spd-fraktion-hamburg.de]

MItgliederversammlung der SPD Wandsbek

Sonntag, 15. Januar 2012

Die SPD Wandsbek nahm das neue Jahr zum Anlass, um mit ihren Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. Das Jahr 2011 war für die SPD Hamburg außerordnetlich erfolgreich. Die gewonnenen Wahlen in Hamburg und im Bezirk Wandsbek machten es möglich, unsere politischen Ideen umuzusetzen. Auch auf Bundesebene – wo wir noch in der Opposition sind – gibt es zahlreiche Probleme die gelöst werden müssten.

Karl Schwinke (Staatsrat für Bezirke und Sport und Kreisvorsitzender der SPD Wandsbek), Elke Badde (Staatsrätin für Gesundheit und Verbraucherschutz), Dr. Andreas Dresse (SPD Fraktionsvorsitzender der Hamburgischen Bürgerschaft), Aydan Özoguz (stellv. Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete), Ingo Egloff (Bundestagsabgeordneter), Anja Quast (Fraktionsvorsitzende der Bezirksfraktion Wandsbek) und Thomas Ritzenhoff (Bezirksamtsleiter Wandsbek) berichteten von ihrer Arbeit und diskutierte mit den anwesenden Mitgliedern über die anstehenden Aufgaben.

Frohe Weihnachten…

Freitag, 23. Dezember 2011

 


Berndt Fankhauser / pixelio.de
…und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Ihnen Ihre SPD Wandsbek.

Das Kreisbüro ist wieder ab dem 3. Januar 2012 besetzt.

 

Hamburg schafft die Energiewende

Freitag, 23. Dezember 2011

Thorben Wengert  / pixelio.de

Die Drucksache des Senats “Hamburg-schafft-die-Energiewende”

Die Senatsdrucksache zum Thema “Hamburg packt die Energiewende an” gibt es hier.

 

Hamburg packt die Energiewende an

Die Energieunternehmen Vattenfall, E.ON und der Hamburger Senat haben zur Energiewende konkrete Vorhaben bis 2020 vereinbart. Die Stadt Hamburg erhält einen Anteil von 25,1 Prozent an Netzen für Strom, Gas und Fernwärme. Dadurch wird Hamburg deutschlandweit die Stadt mit den größten Kapazitäten zur Energiespeicherung. Die Unternehmen investieren rund 1,6 Milliarden Euro in moderne Energieerzeugung und -nutzung darüber hinaus wird ein neues Gas- und Dampfkraftwerk die Moorburg-Trasse ersetzen.

Der Senat hat in Verhandlungen mit den Energieversorgungsunternehmen (EVU) Vattenfall Europe AG und E.ON Hanse AG die Grundlagen für die Energiewende in Hamburg geschaffen. In einer Paketlösung haben sich Senat und Unternehmen nach langen Verhandlungen auf eine Vielzahl von Schritten und Projekten verständigt, mit denen Hamburg bundesweit eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Energiewende zufällt. Zu den Vereinbarungen gehört auch eine 25,1prozentige strategische Beteiligung Hamburgs an den Netzgesellschaften für Strom, Gas und Fernwärme.

Hamburg wird die europäische Großstadt mit den größten Kapazitäten zur Speicherung von Energie. Mit dieser und anderen technischen Innovationen bei der Energieerzeugung und –nutzung in Höhe von 1,6 Milliarden Euro untermauert Hamburg seinen Anspruch als Hauptstadt des ingenieurgetriebenen Umweltschutzes.

Unter anderem haben sich beide Unternehmen und die Stadt Hamburg auf ein auf sechs Jahre angelegtes Investitionsprogramm zur Energiewende verständigt.

Die EVU streben in Zusammenhang mit ihren Investitionen eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen in Hamburg an. So will die E.ON Hanse-Gruppe bis 2015 die Emissionen gegenüber 2008 um rund 15 Prozent reduzieren. Bei Vattenfall Fernwärme ist vorgesehen, die Emissionen bis zum Jahr 2020 sogar um rund 27 Prozent zu verringern. Diese konkreten Ziele sind Teil von energiepolitischen Verständigungen, die zwischen Senat und Unternehmen erzielt worden sind. Dazu gehört auch die Entscheidung, dass das Heizkraftwerk Wedel und die geplante Fernwärmetrasse vom Kraftwerk Moorburg nach Altona durch ein neu zu errichtendes Innovationskraftwerk  ersetzt werden, um künftig Wind in Wärme speichern zu können.

Die E.ON Hanse AG und die Vattenfall Europe AG als Verhandlungspartner der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützen die Energie- und Klimapolitik des Senats und bekennen sich sowohl zu gemeinsamen Zielen einer gemeinwohlorientierten Energieversorgung als auch zur Umsetzung der Energiewende in Hamburg.

Wichtiger Teil der Vereinbarung ist auch die Zustimmung der Unternehmen zu einer paritätischen Besetzung der Aufsichtsräte. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sollen insgesamt 12 Aufsichtsratsmitglieder stellen.

Die Vereinbarungen zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den Energieversorgungsunternehmen sichern der Stadt den gewünschten strategischen Einfluss. Die Kooperationsvereinbarungen – inklusive der Investitionen der Unternehmen in die Energiewende – sind in einem Gesamtpaket mit der Beteiligung der Stadt an den Netzgesellschaften verhandelt worden. Sie stehen unter dem Vorbehalt, dass sich Hamburg über die HGV mit einem Anteil von 25,1 Prozent an den Netzgesellschaften Strom und Gas sowie der Hamburger Fernwärmegesellschaft beteiligt.

Das Gesamtkonzept wahrt die Interessen der Stadt in vollem Umfang, was haushalts-, energie- und standortpolitische Fragen betrifft. Es stellt die Alternative sowohl gegenüber dem Verzicht auf eine Beteiligung als auch der vollständigen Übernahme der Netze dar. Bei der Ausarbeitung der Beteiligungsverträge ist darauf geachtet worden, dass ein möglicher Volksentscheid in keiner Weise präjudiziert wird. Eine vollständige Übernahme der Netze hätte weitreichende und unübersehbare negative Folgen für den Haushalt der Stadt. Neben den Übernahmekosten wären zudem die oben genannten Investitionen in die technische Einleitung der Energiewende zusätzlich von Hamburg zu tragen.

Hamburgs Energiewende im Überblick:

Energiepolitische Kooperation zwischen Unternehmen und FHH

Die E.ON Hanse AG und die Vattenfall Europe AG als Verhandlungspartner der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützen die Energie- und Klimapolitik des Senats und bekennen sich sowohl zu gemeinsamen Zielen einer gemeinwohlorientierten Energieversorgung als auch zur Umsetzung der Energiewende in Hamburg. Dazu gehört insbesondere die erwähnte Verabschiedung eines Investitionsprogramms in Höhe von bis zu 1,6 Milliarden Euro in den kommenden sechs Jahren.

Wichtiger Teil der Vereinbarung ist auch die Zustimmung der Unternehmen zu einer paritätischen Besetzung der Aufsichtsräte. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sollen insgesamt 12 Aufsichtsratsmitglieder stellen.

Energiekonzept für Hamburg; einzelne Maßnahmen der E.ON Hanse-Gruppe

Ausbau der dezentralen Wärmeversorgung durch Anschlussverdichtung sowie den Ausbau der Wärme-netze und –anlagen. Die Nahwärmeversorgung soll bis 2025 kontinuierlich um insgesamt 20% auf 74.000 Haushalte gesteigert werden. Dafür sollen rund 42 Millionen Euro investiert werden.

Auskoppelung und Nutzung von Industrie-Abwärme als Heizenergie: Die E.ON-Gruppe wird ihre Kompetenz einbringen, um gemeinsam mit der Hamburger Industrie bislang ungenutzte Industrie-Abwärme in Nah-Wärmenetze einzuspeisen.

Speicherung erneuerbarer Energien Power to Gas: Das Unternehmen wird eine Demonstrationsanlage zur Umwandlung von regenerativem Strom in Wasserstoff bzw. Methan in Hamburg bauen. Das Investitionsvolumen beträgt rund fünf Millionen Euro.

Multifunktionale Speicherkapazitäten: Weiterer Ausbau der an die Wärmenetze der E.ON Hanse-Gruppe angeschlossenen Speicherkapazitäten, insbesondere zur Aufnahme regenerativ erzeugter Wärme. Für das Vorhaben sind bis zu zwei Millionen Euro geplant.

Virtuelle Kraftwerke: Die E.ON Hanse-Gruppe und die Stadt Hamburg vereinbaren, dass das Unternehmen in den Jahren 2012 und 2013 fünf ihrer Blockheizkraftwerke in einem Pilotprojekt von einer entsprechenden Warte aus zentral steuert und hinsichtlich ihrer Leistungserbringung aufeinander abstimmen wird.

Ausbau dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Es ist vorgesehen, die dezentrale KWK in Hamburg bis zum Jahr 2021 auf eine Gesamtkapazität von heute 9 MWel auf eine Leistung von 17 MWel auszubauen. Dafür wird die E.ON Hanse-Gruppe in den kommenden zehn Jahren rund 25 Millionen Euro in den KWK-Ausbau in Hamburg investieren.

Energiekonzept für Hamburg; einzelne Maßnahmen des Vattenfall Konzerns

Innovationskraftwerk: Das Unternehmen wird ein Innovationskraftwerk mit integrierten, hochflexiblen Energiespeichern als Ersatz für die bislang geplante Fernwärmetrasse vom Kraftwerk Moorburg und als Ersatz für das Heizkraftwerk Wedel errichten. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Innovationskraftwerk beträgt zwischen 430 – und 500 Millionen Euro. Es wird sich um ein erdgasgefeuertes Gas- und Dampfkraftwerk handeln. Die in das Kraftwerk integrierten Energiespeicher ermöglichen unter anderem die Speicherung von überschüssiger Energie aus erneuerbarer Erzeugung.

Um eine schnelle Realisierung der Wärmespeicher zu ermöglichen, wird der Wärmespeicher zunächst am Standort Tiefstack in Verbindung mit dem dortigen Gas- und Dampfkraftwerk umgesetzt. Zusätzlich ist der Einsatz eines weiteren Wärmespeichers für das neu zu errichtende Gas- und Dampfkraftwerk vorgesehen.

Das System der Wärmespeicher kann in Verbindung mit dem Gas- und Dampfkraftwerk mehrere Hundert Megawatt regenerativer Stromproduktion für rund 10 Stunden – etwa während des Durchzugs einer Sturm-front – abfedern. Das entspricht der Leistung eines großen Windparks.

Weiterentwicklung des Standortes Tiefstack: Die Biomasse- und Abwärmenutzung wird durch eine Fernwärmeanbindung der Biomasse-Anlage der Müllverbrennungsanlage Borsigstraße ausgeweitet. Darüber hinaus wird geprüft, ob eine Mitverbrennung von Biomasse im Heizkraftwerk Tiefstack wirtschaftlich ermöglicht werden kann. Der Wärmespeicher wird am Standort Tiefstack umgesetzt.

Maßnahmen am Standort Haferweg: Die gemeinsame Wärmegesellschaft wird für Spitzenlast- und Re-servezwecke Erdgaskessel am Standort Haferweg installieren.

Nutzung von Abwärme im Bereich Süderelbe: Vattenfall wird im Bereich der Süderelbe die Abwärmenutzung (inkl. KWK Moorburg), sowie den Aufbau eines Niedrig-Temperatur-Fernwärmenetzes prüfen und eine Energiekonzeption zur Erschließung im Bereich der Süderelbe entwickeln.

Reduzierung der CO2-Emissionen des Erzeugungsportfolios: Die CO2-Emissionen des gegenwärtigen Erzeugungsportfolios für die Fernwärme sollen bis zum Jahr 2020 um ca. 27% reduziert werden.

Modernisierung und Ausbau des vorhandenen Stromnetzes: Das Unternehmen wird jährlich durch-schnittlich mehr als 160 Millionen Euro in Ausbau und Modernisierung der bestehenden Netzinfrastruktur investieren. Das Netz wird zu einem „intelligenten Netz“ (smart grid) weiterentwickelt, das flexibel auf Schwankungen in der Energieversorgung reagieren kann, die durch den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien an der Versorgung verursacht wird.

Vereinbarung quantitativer Ausbauziele in der Fernwärmeversorgung: Die gemeinsame Wärmegesellschaft soll durch Verdichtungsmaßnahmen sowie den Ausbau des Fernwärmenetzes die Anzahl der fernwärmeversorgten Wohneinheiten von gegenwärtig rund 438.000 auf 500.000 im Jahr 2020 erhöhen. Bis zum Jahr 2025 ist das Ziel von ca. 525.000 Wohneinheiten geplant.

Ausbau eines virtuellen Kraftwerks: In Hamburg ist eine Versiebenfachung des virtuellen Kraftwerks bezogen auf die angeschlossenen Wohneinheiten im Vergleich zum Jahr 2011 bis ins Jahr 2020 (auf rd. 21.000 Wohneinheiten) vorgesehen.

Mehr Energieeffizienz durch intelligente Stromzähler: Nach positiv verlaufenen Pilotprojekten soll der Einsatz intelligenter Stromzähler („smart meter“) deutlich ausgeweitet werden: Vattenfall plant rund 80.000 konventionelle Zähler für Kunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6000 kWh in den nächsten Jahren durch intelligente Stromzähler zu ersetzen.

Möglicher Volksentscheid läuft nicht ins Leere

Die getroffenen Vereinbarungen lassen einen möglichen Volksentscheid über eine 100prozentige Beteiligung Hamburgs an den Netzen nicht ins Leere laufen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „In dem Volksentscheid würde es um die Frage gehen, ob Hamburgs Steuerzahler für einen milliardenschweren Kredit und die damit verbundenen Zinsbelastungen geradestehen sollen, damit die Stadt die Netze vollständig übernehmen kann oder ob die Energiewende unter Einfluss der Stadt praktisch beginnen kann.

Hamburgs Bürgerinnen und Bürger haben den Senat beauftragt, einen strategischen Anteil von 25,1 Prozent an den Netzen zu erwerben. An diesen Auftrag fühlen wir uns gebunden. Wir setzen ihn um – und zwar so, dass ein etwaiger Volksentscheid nicht leerläuft.“

Fazit:

Die Vereinbarungen zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den Energieversorgungsunter-nehmen sichern der Stadt den gewünschten strategischen Einfluss. Die Kooperationsvereinbarungen – inklusive der Investitionen der Unternehmen in die Energiewende – sind in einem Gesamtpaket mit der Beteiligung der Stadt an den Netzgesellschaften verhandelt worden. Sie stehen unter dem Vorbehalt, dass sich Hamburg über die HGV mit einem Anteil von 25,1 Prozent an den Netzgesellschaften Strom und Gas sowie der Hamburger Fernwärmegesellschaft beteiligt.

Das Gesamtkonzept wahrt die Interessen der Stadt in vollem Umfang, was haushalts-, energie- und standortpolitische Fragen betrifft. Es stellt die Alternative sowohl gegenüber dem Verzicht auf eine Beteiligung als auch der vollständigen Übernahme der Netze dar. Bei der Ausarbeitung der Beteiligungsverträge ist darauf geachtet worden, dass ein möglicher Volksentscheid in keiner Weise präjudiziert wird.

Eine vollständige Übernahme der Netze hätte weitreichende und unübersehbare negative Folgen für den Haushalt der Stadt. Neben den Übernahmekosten wären zudem die oben genannten Investitionen in die technische Einleitung der Energiewende zusätzlich von Hamburg zu tragen.

Lesung Monika Maron

Mittwoch, 14. Dezember 2011

8. Sozialdemokratische Bildungsveranstaltung

(c) Foto: Jürgen Bauer

Lesung Monika Maron

mit einer Einführung von Dr. Ursula Gerhardt

 

Sonntag, 8.1.2012
11:30 Uhr
Stadtteilschule Bergstedt
Volksdorfer Damm 218, 22395 Hamburg

Karten gibt im Vorkverkauf in der SPD Kreisgeschäftsstelle Wandsbek
Tel.: 040 / 689 445 11 oder hh-wandsbek@spd.de

Eintritt 10€ (Schüler 5 €)

Wikipedia Link zu Monika Maron