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ÖPNV-Knotenpunkt Farmsen: Chance für die Umgestaltung nutzen!

Die Bezirksversammlung Wandsbek hat am 27. Februar mit großer Mehrheit einen SPD-Antrag beschlossen, der erstmals den lange gehegten Wunsch konkretisiert, den Verkehrsknotenpunkt rund um den U-Bahnhof Farmsen zukunftsgerecht und verkehrssicher neu zu gestalten. Der Bereich war vermehrt in die Kritik geraten, da hier einerseits die Bushaltestellen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen und es andererseits bei der heutigen Verkehrsführung wieder und wieder zu Konflikten zwischen Fahrgästen des ÖPNV, Radfahrern und Fußgängern kommt. Die SPD regt nun an, den gesamten Bereich von der Einmündung der August-Krogmann-Straße bis zum Berner Heerweg zu überplanen.

„Nur eine so umfangreiche Maßnahme schafft hier eine zufriedenstellende und vor allem zukunftsorientierte Lösung für alle Verkehrsteilnehmer“, begründet Lars Kocherscheid-Dahm, verkehrspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Wandsbeker SPD-Fraktion, den Vorstoß. Durch das Brückenbauwerk ist der heutige Platz um die Haltestelle ebenso eingeschränkt, wie durch den knappen Gehwegplatz im Bereich der Bushaltestelle in Richtung Rahlstedt. „Eine Lösung, die klarere Verhältnisse und damit mehr Sicherheit gibt, kann daher nicht nur durch kosmetische Veränderungen stattfinden, sie muss auch die umliegenden Flächen einbeziehen“, ist sich Kocherscheid-Dahm sicher.

Der Bereich der August-Krogmann-Straße zwischen Am Luisenhof und dem Berner Heerweg zählt zu den am stärksten befahrenen Straßen im Bezirk Wandsbek. Aufgrund der Haltestellen des ÖPNV sowie der Nähe zum Einkaufstreffpunkt Farmsen und weiteren Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben sind hier quasi zu jeder Tageszeit viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Immer wieder waren und sind Nutzungskonflikte zu beobachten, häufig kommt es zu Beinahe-Unfällen – etwa zwischen an den Bussen ein- und aussteigenden Fahrgästen und Radfahrern und gelegentlich auch zu Unfällen.

Die Auslastung der Busanlagen hat sich mit der Umstellung der MetroBus-Linie 27 auf Gelenkbusse im Dezember 2013 verschärft. Kocherscheid-Dahm weiter: „Ein Ansatzpunkt zur Entzerrung der Situation in diesem Bereich und der Erhöhung der Sicherheit für alle Beteiligten bietet die Auskunft der zuständigen Fachbehörde, wonach in diesem Bereich bauliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Busbeschleunigung erfolgen könnten.“ Die Linie 26 ist im Senatsprogramm hierfür für das sog. Ausbauziel B ab dem Jahr 2016 vorgesehen.

Im Rahmen des öffentlichen Verkehrsdialogs mit Bürgern und Experten im Zuges des Projekts „WandsbekImpuls“ der Wandsbeker SPD-Fraktion ist dieser Bereich mehrfach Thema gewesen, sowohl wegen der Kritik an der jetzigen Situation, als auch was Wünsche und Ideen für die Zukunft angeht. Der motorisierte Individualverkehr darf nach Auffassung der SPD-Fraktion in diesem Bereich durch solche Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden, aber ein Verzicht auf Stellplätze in diesem Bereich zu Gunsten einer Förderung des ÖPNV ist ebenso denkbar wie die Einrichtung eines Mobilitätsservice-Punkts bzw. „switchhh“-Punkts, die ergänzende Angebote vorhalten.

Kocherscheid-Dahm: „Uns geht es darum, rechtzeitig mit Planungen für diesen Bereich zu beginnen, um im Rahmen der Maßnahmen zur Busbeschleunigung später eine sichere und zukunftsorientierte Gesamtlösung für Farmsen zu erzielen.“

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