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Jusos Wandsbek beim Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome in Marienthal

Am 09. November 2025 haben sich zahlreiche Jusos aus Wandsbek gemeinsam mit vielen weiteren Nachbar:innen und Unterstützer:innen an der Gedenkdemonstration des Bündnisses „Marienthal bleibt bunt“ beteiligt. Anlass war der 87. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, die am 9.November ihren grausamen Höhepunkt erreichten. In ganz Deutschland wird an den Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden erinnert.

Die Demonstration führte durch den Wandsbeker Stadtteil Marienthal und endete mit einer Mahnwache vor dem Haus der extrem rechten Burschenschaft „Germania“, die für ihre geschichtsrevisionistischen und völkischen Positionen bekannt ist. Rund 350 Menschen setzten gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und rechte Hetze – für ein solidarisches und vielfältiges Marienthal. Dass völkische und antisemitische Ideologien auch in Marienthal zu Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung geführt haben wird durch Redebeiträge – auch von Wandsbeker Schüler:innen – berichtet. 

Während der Gedenkveranstaltung kam es zu einer provokanten Störung: Aus dem Haus der Burschenschaft wurde lautstark das Lied „L’amour toujours“ abgespielt – ein Song, der im vergangenen Jahr zuerst durch rechtsextreme Parolen auf Sylt in Verbindung gebracht wurde und nun von der internationalen Rechten genutzt wird. „Dass die Burschenschaft ausgerechnet während einer Mahnwache für die Opfer der NS-Verbrechen dieses Lied spielt, zeigt, wie die Bewohner des gelben Hauses in der Jüthhornstraße wirklich ticken und wie wichtig unser Engagement bleibt“, erklärte Paula Klewer, Kreisvorsitzende der Jusos Wandsbek und Sprecherin des Bündnisses.

Die Jusos Wandsbek danken allen Teilnehmenden, die sich am Gedenken beteiligt haben. Gemeinsam stehen wir dafür ein, rechtsextremen Strukturen (auch in unserem Stadtteil) keinen Raum zu geben.

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