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Rahlstedter Ortskern als Begegnungs- und Einkaufsstandort sichern

Die Wandsbek-Koalition setzt sich für die Einberufung eines „Arbeitskreises Rahlstedt-Zentrum“ ein. Zusammen mit Verwaltung und Politik sollen Eigentümer, Gewerbetreibende und Vereine die Stärken und Schwächen der Standorte Schweriner Straße und Rahlstedter Bahnhofstraße evaluieren.

Notwendig macht dies die anhaltende Entwicklung vermehrter Geschäftsaufgaben und der hohe Leerstand in den Ortszentren der äußeren Stadt. Auch im Zentrum von Rahlstedt gibt es eine starke Veränderung der Geschäftsstruktur. Geschäfte haben mit verändertem Kaufverhalten der Kundinnen und Kunden einerseits und teils drastisch steigenden Mieten andererseits zu kämpfen.

Der Arbeitskreis soll unter besonderer Berücksichtigung von Punkten wie Standortmarketing, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Infrastruktur sowie gemeinsamer Veranstaltungsformate positive Maßnahmen zur Standortentwicklung erarbeiten. Ein vielfältiger und lebendiger Rahlstedter Ortskern ist für die Lebensqualität, die Nahversorgung und die soziale Stabilität im Stadtteil von großer Bedeutung. Hierfür soll mit den Gewerbetreibenden die Grundlage eines möglichen Innovationsbereichs am Standort erarbeitet werden.

Oliver Schweim, Fachsprecher Wirtschaft und Regionalsprecher Rahlstedt der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Es ist uns besonders wichtig, dass Rahlstedt als größter Stadtteil von Hamburg einen attraktiven Ortskern behält. Deswegen soll in einem Arbeitskreis der Ist-Zustand analysiert werden und dann mit geeigneten Maßnahmen die Attraktivität gesteigert werden. Das können zum Beispiel gemeinsame Veranstaltungen der Gewerbetreibenden, Mottotage auf dem Wochenmarkt oder Förderprogramme für die Modernisierung, Lichtgestaltung und Fassadensanierung sein. Auch Sitzgelegenheiten, verbesserte Fahrradständer oder die Stärkung der Barrierefreiheit steigern die Attraktivität einer Einkaufsstraße. Wir freuen uns auf viele gute Ideen, die unser Rahlstedt wieder zu einer beliebten Einkaufsstraße werden lassen.“

Katja Rosenbohm, Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion Wandsbek: „Wir wollen, dass der Rahlstedter Ortskern ein lebendiger Treffpunkt bleibt: mit einem attraktiven Wochenmarkt, engagierten Geschäften und einer guten Mischung aus Einkauf, Erlebnis und Begegnung. Besonders freut mich die gute Zusammenarbeit mit dem neuen Management des Rahlstedt Centers, das frischen Schwung in die Entwicklung bringt. Jetzt gilt es, gemeinsam mit Verwaltung, Politik und den lokalen Akteuren Ideen zu bündeln und tragfähige Lösungen für die Zukunft von Rahlstedt zu entwickeln.“

Birgit Wolff, Stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion Wandsbek: „Rahlstedt ist ein wichtiger Knotenpunkt im Hamburger Osten – und strukturell letztlich eine Kleinstadt wie Gütersloh, Cottbus und Wilhelmshaven mit vergleichbaren Herausforderungen hinsichtlich eines lebendigen Stadtkerns. Wir begrüßen es außerordentlich, dass aus der Geschäftswelt jetzt ein starkes Signal kommt, gemeinsam für mehr Attraktivität und Aufenthaltsqualität zu sorgen, und unterstützen das seitens Politik mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln.“

Hintergrund

Bei einem Innovationsbereich handelt es sich um einen sogenannten Business Improvement District (BID). Mit dem „Gesetz zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren“ hat die Freie und Hansestadt Hamburg am 1. Januar 2005 das Modell der Innovationsbereiche eingeführt. Bereits 2008 wurde der Innovationsbereich Wandsbek Markt als einer der ersten BIDs in Hamburg ins Leben gerufen.


Innovationsbereiche sind Geschäftsgebiete, in denen das ansässige Gewerbe in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern Maßnahmen zur Quartiersaufwertung durchführt. Durch gezielte Investitionen und Projekte tragen sie zur Entwicklung und Attraktivitätssteigerung der Quartiere bei.


Diese Projekte können von Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität über gezieltes Standortmarketing bis hin zur Durchführung gemeinsamer Veranstaltungsformate reichen. Durch die Einrichtung solcher Innovationsbereiche soll die Attraktivität eines Einzelhandels-, Dienstleistungs-, und Gewerbestandorts für Kunden, Besucherinnen und Besucher erhöht werden.

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