Rassismus ist noch immer ein Alltagsproblem. Viele unserer Mitbürgerinnen sind jeden Tag von Rassismus betroffen, ob im Büro, im Bus oder bei der Wohnungsbesichtigung. In Zeiten, in denen rassistisches Gedankengut wieder salonfähig wird, ist es besonders wichtig, Stellung zu beziehen.
Auch im kommenden Jahr beteiligt sich der Bezirk wieder an den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Wandsbek. Es sollen unter anderem Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Theaterstücke aus dem Aktionsfonds der Lokalen Partnerschaften im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! mit insgesamt bis zu 20.000 Euro gefördert.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sollen möglichst viele Menschen erreichen. Deshalb soll das Bezirksamt in Schulen, Kitas, Sportvereine und Jugendzentren gezielt auf die Beteiligungsmöglichkeiten aufmerksam machen und die Aktionswochen auch über die sozialen Medien bekannt machen. Gleichzeitig soll verstärkt auf Anlaufstellen für Menschen aufmerksam gemacht werden, die rassistische Gewalt oder Diskriminierung erleben.
Denn Menschenwürde ist nicht verhandelbar – und Rassismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Auch nicht in Wandsbek.
Carsten Heeder, Fachsprecher Integration der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Die internationalen Wochen gegen Rassismus sind ein wichtiges Instrument, um auf den alltäglichen Rassismus hinzuweisen und ein deutliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Auch in diesem Jahr unterstützen wir die Veranstaltungsreihe sehr gern und wollen mit einer Ausweitung der Werbekampagne dafür sorgen, dass mehr Wandsbeker:innen von den Veranstaltungen erfahren und sich beteiligen können.“
Sami Khokhar, Mitglied der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Rassismus ist kein theoretisch Problem, sondern trauriger Alltag vieler unserer Mitbürgerinnen. Häufig sind diese Erfahrungen für Außenstehende nicht sichtbar. So entsteht der Eindruck, dass ja alles nicht so schlimm sei. Das wollen wir ändern und diese Erlebnisse sichtbar machen. Nur im Austausch haben wir die Möglichkeit, über problematische Verhaltensweisen zu diskutieren und für ein respektvolles Miteinander einzustehen. Deshalb brauchen wir in Zeiten, in denen wieder offen rassistisch gedacht wird, solche Veranstaltungen wie die Internationalen Wochen gegen Rassismus.“
Annett Wicher, Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Fraktion Wandsbek: „Rassismus geht uns alle etwas an. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass viele Menschen tagtäglich mit rassistischen Anfeindungen zu kämpfen haben. Rassismus ist nicht nur für die Betroffenen problematisch, sondern schadet der gesamten Gesellschaft, indem er den Zusammenhalt gefährdet und ein respektvolles Miteinander erschwert. Menschen werden jedoch nicht als Rassisten geboren, sondern durch ihr gesellschaftliches Umfeld zu solchen gemacht. Es ist daher, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Geschehnisse, von großer Bedeutung, die Menschen für Rassismus zu sensibilisieren und auf das Thema aufmerksam machen. Es freut mich daher sehr, dass die Wochen gegen Rassismus auch im nächsten Jahr wieder in Wandsbek stattfinden und uns die Möglichkeit bieten, weiter gegen den Rassismus vorzugehen.“
Hintergrund
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden im kommenden Jahr vom 05. bis 21. März unter dem Motto 100% Menschenwürde. Zukunft bunt gestalten statt. Der Bezirk Wandsbek beteiligt sich erneut und bereits seit 2022 auf Beschluss der Bezirksversammlung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Unter Federführung des Bezirksamts koordiniert die Fachstelle Johann Daniel Lawaetz-Stiftung die Aktionswochen, an denen sich zahlreiche Wandsbeker*innen sowie Wandsbeker Initiativen und Vereine beteiligen.
