Auf dem Gelände der heutigen Wohnsiedlung „An der Rahlau“ stand während des deutschen Faschismus in Außenlager des KZ Neuengamme. Über fünfhundert aus ihren Heimatländern deportierte Frauen mussten hier von Juni 1944 an Gasmasken für das Lübecker Unternehmen Dräger herstellen.
Der Ukrainerin Raja Ilinauk war bei der Zwangsarbeit eine schwere Gussform heruntergefallen. Die Lagerleitung wertete dies als „Sabotageakt“ und ermordete sie dafür am 29. August 1944.
Auf der jährlich an diesem Tag stattfindenden Gedenkveranstaltung der Bezirksversammlung Wandsbek sprach dieses Jahr Matjaz Preskar. Der Enkel der inhaftierten Mihaela Kovacic war dafür aus Slowenien angereist.
Ein großer Dank gebührt der Gedenkstätte Neuengamme, den Beteiligten aus dem Bezirksamt Wandsbek, der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes, Stefan Romey und den weiteren Sprecher:innen für die Organisation und die Beiträge.
