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Interfraktioneller Beschluss: Olympiaabstimmung für unseren Breitensport nutzen

Für ein klares Ja zum Nutzen des Breitensports für die Gesellschaft und zur Vergabe der Olympischen Spiele nach Hamburg, die den Breitensport voranbringen werde, sprachen sich die Wandsbek-Koalition (SPD, Grüne, FDP) gemeinsam mit der CDU-Fraktion anlässlich der Bezirksversammlung vom 7. Mai 2026 aus. Der Breitensport leistet einen wichtigen Beitrag weit über die individuelle gesundheitliche Förderung hinaus: Er stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, schafft Begegnungsräume und unterstützt Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Er bietet Inklusionssport, der Menschen mit Behinderungen mehr Bewegung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und fördert über Integrationssport das Miteinander zwischen alteingesessener Bevölkerung, Zugezogenen und Geflüchteten. Reha-Sport unterstützt Menschen mit chronischen Erkrankungen oder nach Operationen, Angebote für Kleinkinder tragen zur Vorbeugung von Stoffwechsel- und Haltungserkrankungen bei, Seniorensport wiederum fördert Bewegung, soziale Teilhabe und beugt Einsamkeit sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen vor.

Vor diesem Hintergrund wird die große Relevanz des Breitensports für eine lebendige, aktive und gesunde Bevölkerung in Hamburg deutlich. Eine Herausforderung für die Sportvereine ist einerseits die deutlich wachsende Bevölkerung und andererseits die teilweise in die Jahre gekommenen Bauten, Sanitäranlagen und Sportanlagen. Hier besteht erheblicher Modernisierungsbedarf, den die Vereine nicht ohne Fördermittel decken können. Die Bezirksversammlung Wandsbek unterstützt die Sportvereine im Bezirk bereits heute mit großem Engagement, beispielsweise durch Förderungen für Kunstrasenplätze, Laufbahnen, den Umstieg auf energiesparende LED-Beleuchtung, Sanierungsmaßnahmen an Bestandsgebäuden sowie in Einzelfällen auch Neubauten. Klar ist aber auch, dass der Bedarf weiter wächst.

Eine erfolgreiche Olympiabewerbung Hamburgs wäre deshalb kein Ersatz für die bestehende Sportförderung, sondern ein zusätzlicher Schub für den Breitensport. Sie kann helfen, Investitionen in die Sportinfrastruktur zu beschleunigen, bestehende Maßnahmen schneller voranzubringen und den Vereinen im Bezirk zusätzliche Perspektiven zu eröffnen. Der Antrag wurde mit den Stimmen der Antragsteller bei Gegenstimmen der Linken und der AfD weit mehrheitlich angenommen.

Patrick Martens, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Wandsbek: „Eine Olympiabewerbung bietet die einmalige Chance, unseren Breitensport nachhaltig zu stärken – mit besseren Anlagen, mehr Kapazitäten und echten Perspektiven für Vereine und Ehrenamt. Es geht nicht um ein Event, sondern um langfristige Verbesserungen für unsere gesamte Stadtgesellschaft.“

Almut Borgwardt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Wandsbeker Grünen-Fraktion: „Als Breitensportlerin, die an kleineren internationalen Turnieren teilnehmen durfte, spüre ich die Begeisterung, die Menschen mit einer gemeinsamen Liebe zum Sport verbindet. Bei olympischen und paralympischen Spielen treffen Sportler*Innen aus den ganzen Welt aufeinander. Gerade in schwierigen Zeiten ist dieses friedliche Miteinander so wichtig und kann einen Beitrag für mehr gegenseitiges Verständnis leisten. Das sollten wir als weltoffene und tolerante Stadt bestmöglich unterstützen. Gleichzeitig erwarte ich, dass Olympia uns auch in Wandsbek helfen wird, dass wir Maßnahmen sowohl für die Infrastruktur, die wir für den so wichtigen Breitensport benötigen, als auch für klimafreundliche, nachhaltige und barrierefreie Mobilität schneller voranbringen werden.“

Birgit Wolff, Vorsitzende der FDP-Fraktion Wandsbek: „Mit diesem gemeinsamen Antrag setzen wir ein klares Signal gleichermaßen für den Breitensport und für Olympia in Hamburg. Das Motto „eine Chance für alle“ repräsentiert der Breitensport wie kein anderes Angebot in unserer Stadt. Eine erfolgreiche Bewerbung mit ihren Chancen für die Sportvereine bietet – zeitnah – mit den modernisierten Sportplätzen eine positive, gesunde und vor allem nachhaltige Zukunft für die Menschen in Hamburg. Und nicht zu vergessen: Der Liefertermin für die „Olympia-Bestellung“ des IOC ist unverrückbar.“

Jens Wagner, sportpolitischer Sprecher der Wandsbeker CDU-Fraktion: „Olympische Spiele in Hamburg wären nicht nur eine einmalige Chance, unsere Stadt als moderne und weltoffene Metropole weltweit zu präsentieren – sie würden Hamburg positiv verwandeln: Die Stadtentwicklung bekäme einen enormen Schub, neue Arbeitsplätze entstünden, der Sport würde in der Breite gestärkt und die Lebensqualität für alle Hamburgerinnen und Hamburger nachhaltig verbessert. Gerade Kinder und Jugendliche würden motiviert, selbst aktiv zu werden. Es wäre ein Fest der Begegnung und des Zusammenhalts, das uns als Gemeinschaft wachsen lässt. Das durfte ich in anderen Olympiastädten bereits miterleben. Ich wünsche mir von Herzen, dass wir diesen besonderen Moment gemeinsam erleben und dass das Volksparkstadion zum Olympiastadion wird.“

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