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Ratten und Vermüllung – Meldewege vereinfachen

Wer Ratten entdeckt oder auf eine größere Vermüllung aufmerksam wird, will den Missstand melden und möglichst schnell bei der richtigen Stelle landen. In der Praxis ist das aber nicht immer einfach. Für Rattensichtungen auf öffentlichem Grund ist das Institut für Hygiene und Umwelt zuständig, auf privaten Grundstücken müssen grundsätzlich die Eigentümer tätig werden. Kommen Vermüllung und Rattenbefall zusammen oder ist zunächst gar nicht klar, ob eine Fläche öffentlich oder privat ist, wird der richtige Meldeweg schnell unübersichtlich. Das Institut für Hygiene und Umwelt weist selbst darauf hin, dass Rattenbekämpfung über einzelne Grundstücksgrenzen hinaus betrachtet werden muss.

Die Wandsbek-Koalition aus SPD, GRÜNEN und FDP setzt sich deshalb dafür ein, die bereits vorhandenen Informationen und Meldewege einfacher und verständlicher zu machen. Mit einem gemeinsamen Antrag bittet sie die zuständigen Fachbehörden zu prüfen, wie die verschiedenen Angebote besser zusammengeführt werden können. Denn gerade bei Rattenbefall ist jede Meldung wichtig: Ratten kennen keine Grundstücksgrenzen und können sich zwischen öffentlichen und privaten Flächen bewegen. Wer einen Befall feststellt, sollte deshalb nicht erst herausfinden müssen, welches Fachamt oder welche Stelle für den konkreten Fall zuständig sein könnte.

Geprüft werden soll unter anderem eine kompakte Übersicht, aus der auf einen Blick hervorgeht, wohin man sich bei Ratten auf öffentlichem oder privatem Grund sowie bei Vermüllung wenden kann. Auch das bestehende Informationsblatt zur Rattenbekämpfung könnte entsprechend ergänzt, wichtige Hinweise mehrsprachig angeboten und die verschiedenen digitalen Angebote auf hamburg.de besser miteinander verknüpft werden. Eine neue Meldestelle soll dafür nicht geschaffen werden. Ziel der Wandsbek-Koalition ist vielmehr, die vorhandenen Strukturen so zugänglich zu machen, dass Bürgerinnen und Bürger möglichst schnell den richtigen Ansprechpartner finden. Das bestehende Merkblatt enthält bereits zahlreiche Hinweise zur Bekämpfung und Vorbeugung.

Kian Shadi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion Wandsbek: „Wer einen Missstand meldet, sollte nicht erst die Hamburger Verwaltungsstruktur studieren müssen. Gerade bei Rattenbefall oder Vermüllung kann schnell mehr als eine Stelle betroffen sein. Die richtigen Ansprechpartner gibt es bereits. Wir setzen uns dafür ein, dass die Fachbehörden diese Wege verständlicher zusammenführen und die Menschen schneller dort ankommen, wo ihnen tatsächlich weitergeholfen werden kann. Das ist unkomplizierter, als eine neue Meldestelle zu schaffen, und macht die bestehenden Angebote zugleich besser nutzbar.“ Hannah Schneehage, Mitglied im Vorstand der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Ratten sind ein Problem, dass wir nur als Gemeinschaft angehen können. Sie halten sich nicht an Grundstücksgrenzen und der Einzelne kann einen Befall oft nicht allein unter Kontrolle bringen: Daher ist es wichtig, dass jede Sichtung gemeldet wird und die verschiedenen Stellen dann auch gut zusammenarbeiten, um die Ausbreitung flächendeckend einzugrenzen. Wir wollen den Meldeprozess attraktiver gestalten und die Vernetzung der zuständigen Stellen so optimieren, dass grundstücksübergreifende Fälle nicht übersehen werden.“

Tessa Gesch, Mitglied der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Rattensichtungen müssen in unserer Stadt gemeldet werden. Aus gutem Grund – können Ratten doch Krankheitserreger übertragen, Lebensmittel und Flächen verunreinigen und sich unter günstigen Bedingungen sehr schnell vermehren. Doch leider ist nicht immer eindeutig, wohin sich gewandt werden muss. Um in solchen Fällen schnell die richtige Ansprechperson zu finden, sollen die unterschiedlichen Meldewege verständlich und kompakt dargestellt werden, möglichst auch in mehreren Sprachen. Die Sauberkeit unserer Stadt darf nicht an Unverständlichkeit und Unklarheit scheitern.“

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