Für die Einrichtung einer Protected Bike Lane in der Wandsbeker Chaussee

Vorausschauende Planung statt temporärer Schnellschüsse

Der Ausschuss für Mobilität hat in seiner letzten Sitzung den rot-grünen Antrag (Drs. 21-3318) für die Umsetzung einer Protected Bike Line für die Wandsbeker Chaussee zwischen Hammer Straße und Wartenau beschlossen. Der Antrag geht zurück auf den Koalitionsvertrag von SPD und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und einen Beschluss aus dem Jahr 2018 (Drs. 20-6813).

Patrick Martens, Fachsprecher Mobilität der Wandsbeker SPD-Fraktion: „In unserem Koalitionsvertrag haben wir 2019 festgehalten, dass in der Wandsbeker Chaussee stadteinwärts ab der Hammer Straße eine Protected Bike-Lane realisiert werden soll. Diese bauliche Umgestaltung der Magistrale sorgt für die eine erhöhte Verkehrssicherheit, für weniger Lärm und eine gesteigerte Lebensqualität. Der Stadtteil wächst wieder zusammen und die Wandsbeker Chaussee wird attraktiver für Gewerbeansiedlungen. Deswegen haben wir unseren Beschluss jetzt bekräftigt und uns erneut für die Protected-Bike-Lane bei Gewährleistung des fließenden Verkehrs in der Wandsbeker Chaussee ausgesprochen.“

Jan Otto Witt, Fachsprecher für Mobilität der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Die bauliche Umgestaltung der Wandsbeker Chaussee mit Protected Bike Lanes, weniger Pkw-Fahrspuren, breiten Fußwegen und vielen neuen Bäumen erhöht die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer*innen und steigert die Lebensqualität der Anwohner*innen in Eilbek durch weniger Lärmbelästigung. Auch der Einzelhandel, das Gastgewerbe und viele kleine Gewerbebetriebe profitieren – anders als von einem temporär eingerichteten Pop-Up-Radweg – langfristig von der baulichen Umgestaltung. Die GRÜNE Fraktion Wandsbek sieht hier eine große Chance durch mehr Aufenthaltsqualität und Attraktivität die Chaussee in den Stadtteil zu integrieren, statt wie jetzt die Teilung durch die fast unüberwindbare Magistrale festzuschreiben. Wir fordern daher, die Planungen für eine Protectet Bike Lane im Rahmen des Beteiligungsverfahrens ‚Die Magistralen in Wandsbek‘ mit aufzunehmen.“

Hintergrund:
Protected-Bike-Lanes oder geschützte Radfahrstreifen sind ein Gestaltungselement für Radverkehrsanlagen, das in den USA entwickelt wurde und inzwischen von vielen Ländern kopiert wurde. Die Protected-Bike-Lane stellt eine Weiterentwicklung des konventionellen Radfahrstreifens dar, bei dem eine Kfz-Fahrspur klar vom Autoverkehr – aber auch vom Gehweg – abgegrenzt wird. Dabei kommen zum Schutz der Radfahrer*innen Trenn-Elemente wie Bordsteine, Poller oder Blumenkübel zum Einsatz. Durch die räumliche Teilung erhöht sich die tatsächliche und wahrgenommene Sicherheit beim Radfahren, wodurch mehr Menschen zum Radfahren ermuntert werden. Die Protected Bike Lane sollte so geräumig sein, dass ein Gespann mit Anhänger problemlos von einem flotten E-Bike überholt werden kann. Im Gegensatz dazu sind Pop-Up-Bikelanes temporär eingerichtete Radfahrstreifen. Sie werden kurzfristig durch Straßenmarkierungen eingerichtet, um z.B. bei plötzlich veränderten Rahmenbedingungen im Straßenverkehr schnell für mehr Platz und Sicherheit im Radverkehr zu sorgen.

2 Kommentare zu „Für die Einrichtung einer Protected Bike Lane in der Wandsbeker Chaussee“

    1. Sehr geehrter Herr Ulmen,

      wir haben uns für eine bauliche Umgestaltung der Wandsbeker Chaussee entschieden, weil die so entstehende Protected Bike Lane im Gegensatz zu einer provisorischen Lösung ein Plus an Sicherheit bringt. Eine nur temporär auf die Straße gemalte Linie ist eine weniger wirksame Barriere zwischen Radweg und Fahrstreifen für Autos als z.B. ein Kantstein als Trennung. Deswegen haben wir uns für diese Lösung ausgesprochen, die gerade an der viel befahrenen Wandsbeker Chaussee insbesondere für RadfahrerInnen für eine größere Verkehrssicherheit sorgen wird.

      Viele Grüße
      Ulrike Nickel

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