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E-Auto an Ladesäule

Zugang zu E-Ladesäulen vereinfachen – Pilotprojekt für Wandsbek

Hamburg hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt, um die zu erreichen, spielen der Ausbau der E-Mobilität und die verstärkte Nutzung von Car-Sharing-Angeboten eine wichtige Rolle. Bis 2027 soll die Zahl der Ladesäulen mehr als verdoppelt werden und auf 7000 ausgebaut werden. Doch der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist nur eine Facette, es passiert häufig, dass die Lade-Parkplätze von Verbrennungsfahrzeugen blockiert werden. Hier möchte die Wandsbek-Koalition jetzt Abhilfe schaffen, indem Möglichkeiten geprüft werden, die Parkplätze an den Ladesäulen zu überwachen.

Die Parkplätze könnten mithilfe schon vorhandener Bodensensoren, die mit den Informationen, ob die Ladesäule gerade benutzt wird, gekoppelt werden, gut überwacht werden. Dazu hat es in Berlin einen Pilotversuch[1] gegeben, der gezeigt hat, dass sich das Verfahren bewährt. Ein solcher Pilotversuch könnte nach dem Wunsch der Wandsbek-Koalition nach einer eingehenden Prüfung auch für Wandsbek eingerichtet werden.

Weiterhin könnte für die Fahrzeuge der Car-Sharing-Anbieter, die noch mit Verbrennungsmotor betrieben werden, durch eine Softwareanpassung verhindert werden, dass diese Fahrzeuge an Ladesäulen geparkt werden. Hier könnte ein ähnliches Verfahren wie das für das Abstellen von E-Scootern bewährte Vorgehen gewählt werden.

Oliver Schweim, Fachsprecher Wirtschaft der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Der Ausbau der E-Mobilität ist daran geknüpft, dass ausreichend Ladesäulen zur Verfügung stehen. Aktuell werden die Parkplätze an den Ladesäulen vielfach von Fahrzeugen genutzt, die gar nicht dort geladen werden. Hier wollen wir versuchen, Abhilfe zu schaffen, damit die Hamburger:innen sich für die E-Mobilität entscheiden können, ohne lange Suchfahrten nach der nächsten freien Ladesäule zu befürchten. So kommen wir dem Ziel einen Schritt näher, die Stadt 2040 klimaneutral zu machen.“

Conny Poltersdorf, Mitglied der GRÜNEN Fraktion: „Moderne Verkehrspolitik heißt nicht, immer neue Flächen zu schaffen, sondern vorhandene intelligent zu nutzen. Das heißt: E-Ladesäulen müssen auch für Elektrofahrzeuge nutzbar sein. Dies ist momentan nicht immer möglich. Wir wollen prüfen lassen, wie dies am besten umzusetzen ist. Denn: Jede blockierte Ladesäule blockiert auch die Mobilitätswende.“

Finn Ole Ritter, mobilitätspolitischer Sprecher und Mitglied im Regionalausschuss Walddörfer für die FDP-Fraktion Wandsbek: „Die FDP-Fraktion Wandsbek findet  es wichtig, den Zugang zu E-Ladesäulen durch innovative Lösungen zu verbessern. Die Nutzung bereits vorhandener Bodensensoren, kombiniert mit Echtzeitdaten der Ladesäulen, ist ein smarter Ansatz, der ohne teure Neuinvestitionen auskommt. Der Berliner Pilotversuch hat gezeigt: Technologie kann hier effektiv helfen. Wandsbek sollte diese Chance nutzen und das Verfahren zügig prüfen – und bei positiver Bewertung umsetzen.“


[1] https://www.berlin.de/aktuelles/8358159-958090-pilotprojekt-sensoren-gegen-falschparker.html

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