Die Mobilfunkversorgung im Bezirk Wandsbek hat erhebliche Lücken, insbesondere in Rahlstedt
und Sasel bestehen massive Empfangsprobleme. Auch entlang der S-Bahnstrecke zwischen
Poppenbüttel und Ohlsdorf und entlang der Alten Landstraße gibt es nur eingeschränkten
Mobilfunkempfang. Die Wandsbek-Koalition möchte hier gegensteuern, damit an diesen Orten der
Empfang verbessert wird. Mit Inkrafttreten des TKG-Änderungsgesetzes 2025 sind die
Mobilfunknetzbetreiber im öffentlichen Interesse zu einer weiteren Verbesserung der Versorgung
verpflichtet.
Nach Angaben von Bürgerinnen und Bürgern liegt der Mobilfunkempfang in den großen Netzen
(O2, Vodafone, Telekom) in Hamburg-Sasel im Bereich Schönsberg, Freesienweg, Aalkrautweg,
Wickenweg, Petunienweg, Feldblumenweg, Hohensasel, Saselhörn und Mellingburgredder
regelmäßig bei etwa –109 dB.
In Hamburg-Rahlstedt im Bereich Düpheid, Hüllenkamp, Hüllenkoppel und im östlichen Teil der
Grunewaldstraße bei teilweise weniger als -100 dB. Unter diesen Bedingungen ist häufig keine
stabile Verbindung möglich, insbesondere bei Regen, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit.
Diese Messungen wurden im Freien und mit modernen Endgeräten sowie mehreren
Messmethoden durchgeführt (u.a. Funkloch-App, Network Cell Info). Das Gebiet in Sasel liegt
topografisch tief und ist stark bewaldet, was die Bildung einer regelrechten „Funkloch-Insel“
begünstigt
Hannah Schneehage, Fachsprecherin Digitales der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Wir sind mehrfach von Bürgerinnen und
Bürgern angesprochen worden, dass die Mobilfunkversorgung in Rahlstedt und Sasel nicht ausreichend ist. Das gefährdet nicht nur den Alltagskomfort, sondern kann auch die öffentliche Sicherheit gefährden, wenn z.B. Notrufe nicht abgesetzt werden können. Deswegen lassen wir jetzt prüfen, ob und mit welchen Maßnahmen die Mobilfunkversorgung verbessert werden kann und bitten die Fachbehörde, sich gegenüber den Netzbetreibern für einen Ausbau stark zu machen.“
