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Lärmschutzwände für die S4 begrünen!

Diesen Debattenantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Die Grünen hat die Wandsbeker Bezirksversammlung gestern beschlossen:

Die DB Netz AG plant im Auftrag der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein eine S- Bahnverbindung zwischen Hamburg-Hasselbrook und Bad Oldesloe als S4 (Ost). Für den ersten Planfeststellungsabschnitt bis zur Luetkensallee wurde bereits mit den vorbereitenden Maßnahmen begonnen. Mit dem Ausbau der Strecke ist auch der Neubau von Lärmschutzwänden entlang der Gleisanlagen in Wohngebieten verbunden. Diese erreichen eine Höhe von bis zu sechs Metern.

Die Lärmschutzwände sind eine wichtige Maßnahme zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärmimmissionen. Gleichzeitig stellen diese Bauwerke eine erhebliche Veränderung im Stadtbild dar und begrenzen das Sichtfeld. Es muss daher eine hohe Priorität haben, dass sich die Lärmschutzwände neben der Erfüllung ihrer eigentlichen Funktion so weit wie irgend möglich in den räumlichen Kontext einfügen.

Eine stadtbildverträgliche Realisierung ist am besten durch eine stadtseitige Begrünung der Wände möglich. Außerdem würde so sehr wirksam und Kosten sparend verhindert werden können, dass die Wände mit Graffiti besprüht werden, wie es andernorts innerhalb kürzester Zeit geschehen ist. Nicht zuletzt würde die Begrünung auch einen Beitrag für das Kleinklima und die Rückzugsmöglichkeiten für Insekten leisten. Mit der Begrünung wären also zahlreiche Vorteile verbunden, die insgesamt auch die Akzeptanz des Streckenausbaus und der Errichtung der hohen Lärmschutzwände stark verbessern dürften.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Wandsbek beschließen:


Petitum/Beschluss:

Die Verwaltung und die zuständigen Fachbehörden sowie der Oberbaudirektor werden gebeten,

  1. gegenüber der DB Netz AG mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dass die im Bezirk Wandsbek im Zuge des Ausbaus der Strecke Hasselbrook-Bad Oldesloe für die S4 geplanten Lärmschutzwände stadtbildverträglich umgesetzt werden. Dazu mögen die Wände auf gesamter Länge stadtseitig begrünt werden;
  2. den Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft der Bezirksversammlung Wandsbek über neue Sachstände zur Gestaltung der Lärmschutzwände zu informieren.

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