Noch vor der offiziellen Unterschrift unter den Koalitionsvertrag im November 2024 haben die Wandsbeker
Fraktionen von SPD, den Grünen und der FDP am 25. September 2024 in einem gemeinsamen Antrag im
bezirklichen Jugendhilfeausschuss die Einrichtung eines inklusiven Kinder- und Jugendbeirates beschlossen.
Am 10. Oktober 2024 folgt der endgültige Beschluss der Wandsbeker Bezirksversammlung. Ziel des Antrages:
Kinder und Jugendliche sollen besser beteiligt werden an dem, was in ihrem Umfeld passiert. Sie sollen
verstehen lernen, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen – vor allem aber ihre Wünsche und Anliegen
in die Bezirkspolitik einbringen.
Nach einer fünfjährigen Projektphase im Jugendhilfeausschuss und einer rund einjährigen Vorbereitungszeit
seitens des Bezirksamtes, das das Vorhaben immer unterstützt hat, geht es nun in die Umsetzung und
ein Dienstleister wurde mit der Einrichtung des ersten Wandsbeker Kinder- und Jugendbeirats beauftragt.
Am 30. September startet dieser seine Arbeit mit einem Kick-Off-Workshop für Jugendliche: Wie soll der
Beirat aufgebaut sein? Wie soll er arbeiten? Welche Themen sollen in den Vordergrund gestellt werden?
Und was passiert mit Beschlüssen? Die Wandsbek-Koalition freut sich sehr auf den Starttermin und eine rege Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ab der 5. Klasse.
Termin und Ort: 30. September, 17 – 20 Uhr, im Bezirksamt Wandsbek, „Workshop-Raum“ 2. Etage
Rückfragen und Anmeldung: sozialraummanagement@wandsbek.hamburg.de
Marc Buttler, Vorsitzender der SPD-Fraktion Wandsbek: „Kinder und Jugendliche sind in der Kommunalpolitik
bisher unterrepräsentiert, dabei können sie wichtige Impulse für die Verbesserung ihres direkten Lebensumfeldes
geben. Es fehlt an geeigneten Anlaufstellen und Formaten der Beteiligung. Seit vielen Jahren haben
wir uns deshalb dafür eingesetzt, dass Kinder und Jugendliche durch einen Beirat strukturell beteiligt
werden. Eine solche Beteiligung ermöglicht nicht nur einen direkten Draht zur Bezirkspolitik, sondern leistet
einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. Mit dem Auftaktworkshop zahlt sich die Vorarbeit nun aus
und wir freuen uns auf die Entwicklung des ersten Wandsbeker Kinder- und Jugendbeirates. Dabei ist uns
wichtig, den Beirat auch über die zunächst 2-jährige Pilotphase zu verankern.“
Justin Orbán, Co-Vorsitzender der Wandsbeker Fraktion der Grünen: „Als Grüne setzen uns seit vielen Jahren
dafür ein, dass Kinder und Jugendliche stärker in kommunalpolitische Prozesse eingebunden werden.
Wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und in der eigenen Umgebung etwas bewirken kann,
der entwickelt ein dauerhaftes Interesse an Demokratie und gestaltet unsere Gesellschaft aktiv mit. Der
neue Kinder- und Jugendbeirat ist dafür ein Instrument. Besonders wichtig ist uns, dass er inklusiv angelegt
ist und alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund die Möglichkeit
haben sollen, ihre Ideen einzubringen. Wir freuen uns auf den Start und sind überzeugt, dass der Beirat der
Bezirkspolitik neue und wichtige Impulse geben wird.“
Finn Ole Ritter, Vorsitzender der FDP-Fraktion Wandsbek: „Wir beobachten mit Sorge, dass viele Kinder und
Jugendliche hinsichtlich ihres Alltags stark über Social Media beeinflusst werden: Ihre politische Haltung
entwickelt sich meist ohne fehlende Einordnung und Debatte. Chancen und Herausforderungen möglicher
Mitbeteiligung an der Gestaltung des direkten Umfeldes in ihrem Stadtteil oder Bezirk sind nicht bekannt.
Wir als FDP engagieren uns schon immer sehr stark für Bildung, das gehört zu unserer liberalen DNA, und
auch für Offene Kinder- und Jugendarbeit, die Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung vermittelt. Wir
waren schon vor Unterschrift unter den Koalitionsvertrag dankbar und glücklich, mit SPD und den Grünen
ebenfalls stark engagierte Partner an der Seite zu haben, mit denen wir jetzt die Umsetzung eines wichtigen
Punktes unserer politischen Ziele, Beteiligung auch der jungen Generation, mit großer Freude starten können.“
